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Beschreibung:
Sinkende Wahlbeteiligung, Kirchenaustritte, fallende TV-Quoten und Zeitungs-Auflagen: Viele Menschen fĂŒhlen sich vom Angebot, das ihnen die politische und mediale Ăffentlichkeit in Deutschland macht, nicht mehr angesprochen. Zugleich erhöhen Multi-Krisen und eine immer kaputtere Daseinsvorsorge â Schienenverkehr, die Schulen, die Verwaltung â den Stress der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.
Jetzt wird das Erbe von vier Jahrzehnten neoliberaler Fehlsteuerung des Staates als Erosion der materiellen und mentalen Infrastrukturen erkennbar. Wo Polizisten, Ărztinnen, Rettungspersonal oder Zugbegleiterinnen angegriffen werden, wirken die Rituale der Politik nur zynisch. Wenn Kinder keinen ordentlichen Unterricht mehr bekommen, SchwimmbĂ€der und KrankenhĂ€user schlieĂen und öffentliche Orte verwahrlosen, wĂ€chst die EnttĂ€uschung ĂŒber eine Politik, die ihre WĂ€hler aus dem Blick verliert. Zumal, wenn eine zentral wichtige Aufgabe wie der Kampf gegen den Klimawandel nicht bewĂ€ltigt wird.
Stattdessen kĂ€mpft die Regierung gestrige Positionen gegeneinander aus, simuliert Konzepte in endlos aufeinanderfolgenden Gipfeltreffen und kompensiert die vorhandene Ideenlosigkeit mit einem Ăberschuss an Moralismus. Das alles wird von einem Mediensystem unterstĂŒtzt, das sich mehr fĂŒr den Schauwert von Politik interessiert als fĂŒr das Gelingen von Gesellschaft.
Ein Buch ĂŒber die FahrlĂ€ssigkeit und Arroganz einer politischen und medialen Klasse, denen die gefĂ€hrlich groĂ werdende Distanz zwischen der BĂŒrgerschaft und der Bundespolitik gleichgĂŒltig zu sein scheint und die lĂ€ngst die FĂŒhlung fĂŒr die soziale Wirklichkeit im Land verloren hat.
Und eine Ermutigung fĂŒr alle Empörten, nicht lĂ€nger still zu bleiben.


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