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Beschreibung:
1966 fielen vier Wasserstoffbomben auf ein spanisches Dorf. Man sagte ihm, es sei nichts.
Siebenundfünfzig Jahre später gräbt ein Mann nachts ein Loch – und bezahlt mit seinem Leben für das, was er darin findet.
Palomares, Südspanien. Der Tomatenbauer Tomás Carmona liegt tot in einer Grube, die er selbst ausgehoben hat, auf dem einzigen Stück Küste, das nie verseucht gewesen sein soll. In seiner Faust: die Erkennungsmarke eines amerikanischen Soldaten, der 1966 spurlos verschwand. Auf seiner Handfläche, hastig mit Kugelschreiber geschrieben, zwei Wörter: Hay tres. Es sind drei.
Seine Tochter Inés, Rechtsmedizinerin in Madrid, hat das Dorf mit achtzehn verlassen und nie zurückgeblickt. Jetzt liest sie den Körper ihres eigenen Vaters wie eine Akte – und glaubt nicht an einen Herztod. Doch in Palomares will niemand, dass sie Fragen stellt. Nicht die Guardia Civil. Nicht der mächtigste Mann der Gegend. Nicht einmal ihre eigene Großmutter.
Denn in vier Tagen soll ein historisches Abkommen unterzeichnet werden. Und ĂĽber der Stelle, an der ihr Vater starb, soll Beton liegen.
Was Inés ausgräbt, ist älter als sie selbst: eine Nacht im März 1966, ein Schuss, ein Schweigen – und eine Lüge, die drei Generationen vergiftet hat.




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